WISSENSWERTE DISKURS 2016

UNSERE MEERE UND OZEANE - BEDROHTER LEBENSRAUM OHNE LOBBY

Mittwoch, 30. November 2016, 11.00-12.30 Uhr
Bremische Bürgerschaft, Foyer Haus der Bürgerschaft, Am Markt 20, 28195 Bremen

Eintritt offen für interessierte Öffentlichkeit, Wissenschaftler, Fachleute, Medien, Politik. Anmeldung nicht erforderlich.

Anschließend wird ein kleiner Imbiss gereicht.

Mit der öffentlichen Diskussion/Bürgerdialog WISSENSWERTE Diskurs:  Unsere Meere und Ozeane – bedrohter Lebensraum ohne Lobby? wollen wir der Frage nachgehen, wie mehr Awareness für den bedrohten Lebensraum Ozean erzielt und ein sinnvoller öffentlicher Diskurs initiiert werden könnte, was die einzelnen gesellschaftlichen Akteure (Wissenschaft, Medien, Politik, NGO) dazu beitragen könnten und inwiefern man die Erfahrungen aus der Debatte um den Klimawandel fruchtbar machen könnte.

Mit diesem Dialogformat sollen insbesondere die Bürger*innen in die Diskussion und Ausgestaltung des politischen Prozesses einbezogen werden: Als partizipatives Format will der WISSENSWERTE Diskurs einen direkten Austausch mit Wissenschaft, Medien, Politik und NGO ermöglichen.


INHALT:

Unsere Meere und Ozeane werden von einer Vielzahl an Faktoren bedroht: Klimawandel, Plastikmüll und Überfischung bringen die Meere an den Rand des Kollaps. Dennoch wird der bedrohte Lebensraum Ozean in der öffentlichen Debatte kaum in den Blick genommen, die Diskussionen verlieren sich vielmehr in Teilaspekten wie der Plastikmüll-Problematik. 

Dabei ist die Ausgangssituation in vielen Punkten ähnlich wie beim Klimawandel: Er betrifft Menschen über Nationen hinweg. Kein Nationalstaat kann das Problem allein lösen – und es gibt (vermutlich) einen wissenschaftlichen Konsens zur Frage, wie bedroht der Lebensraum ist und welche Schritte notwendig sind, um die Bedrohungen zu vermindern. Über den Ozean debattiert unsere Gesellschaft jedoch nicht derart öffentlich und bewusst wie über das Klima.

Dafür könnte man zwei Gründe vermuten: Anders als beim Klima gelingt es der Wissenschaft nicht, den Ozean und seine existenzielle Bedrohung zu thematisieren (fehlendes „Storytelling“) und Gremien zu etablieren, die – vergleichbar mit dem IPCC – als Ansprechpartner für politische Entscheider agieren.

Und: Der öffentliche Diskurs nimmt den „Ozeanwandel“ noch nicht als eigene Thematik wahr, sondern thematisiert lediglich Teilaspekte. (Was in etwa so wäre, als würden wir beim Klimawandel nur über den bedrohten Eisbären reden.) Es gibt also einige Ähnlichkeiten in der Problembeschreibung – aber große Unterschiede im öffentlichen Diskurs.

Vor diesem Hintergrund will die Session eine konstruktiven Dialog aller gesellschaftlichen Key Player organisieren: Wie kann ein breiter gesellschaftlicher Diskurs über den bedrohten Lebensraum Ozean initiiert werden? Was können Wissenschaft, Medien, Politik und NGOs dazu beitragen? Welche Lehren (positiv wie negativ) lassen sich dabei aus der Klimadebatte der letzten Jahrzehnte ziehen?


REFERENTEN:

  • Prof. Dr. Antje Boetius, Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie Bremen / Vorsitzende Lenkungsausschuss Wissenschaft im Dialog (WiD)

  • Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner, Alfred-Wegener-Institut (AWI), Bremerhaven

  • Ministerialdirigent Wilfried Kraus, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin

  • Staatsrat Gerd-Rüdiger Kück, Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Bremen

  • Moderation: Martin Schneider, Vorsitzender Wissenschafts-Pressekonferenz e.V. (WPK)

Programmplanung





Veranstalter

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