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Sessions-Highlights

  • Einführung in den Datenjournalismus I

    Workshop · Dienstag, 26. November 2019, 16:00 Uhr
    (Foto: MESSE BREMEN / Gaby Frey)

 

Montag

 
 

25. November 2019

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Meet the Experts
11:00
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Montag, 25. November 2019
Montag, 25. November 2019
Begrüßung für neue WISSENSWERTE-Teilnehmer & Netzwerktreffen
11:15 - 11:45
<p><span style="color: rgb(0, 133, 146);">Focke-Wulf Saal</span><br></p>

Begrüßung & Eröffnung
12:00 - 12:30
<span style="color:#008592;">Borgward Saal</span>

A1_EINSPRUCH
12:30 - 13:30
<p><span style="background: rgb(173, 177, 16); color:#fff; padding:2px 5px;">Was der Journalismus von der Blogosphäre lernen kann – und umgekehrt</span></p><p>Dr. Mai Thi Nguyen-Kim (Quarks)</p><p><span style="color: rgb(100, 153, 46);">Borgward Saal</span><br></p>

Journalismus und Blogosphäre – zwei getrennte Welten? Was sie verbindet und was sie voneinander lernen können, erklärt uns die Chemikerin, YouTuberin, Journalistin und TV-Moderatorin Mai Thi Nguyen-Kim in der Keynote zur Eröffnung der WISSENSWERTE 2019.

Wir haben Mai Thi gebeten, ihre Erfahrungen im (TV-)Journalismus bei Quarks im WDR mit der Arbeit auf YouTube und in den Social Media zu vergleichen: Wie unterscheidet sich die Herangehensweise und die Umsetzung von Themen? Mit welchem Verständnis von (journalistischer) Qualität arbeiten junge digitale Medienmacher*innen? Welche Zielgruppen erreichen sie – und warum gelingt das dem klassischen Journalismus nur zum Teil?

Mai Thi skizziert aus ihrer Sicht, wie sich Journalismus ändern und in welche Richtung er sich weiterentwickeln müsste: Muss der Journalismus stärker die Nutzer*innen fokussieren? Was können Journalist*innen von den neuen digitalen Formaten lernen – und wo sollten YouTuber*innen umgekehrt noch etwas vom klassischen Journalismus lernen? Was verbindet beide Sphären?

REFERENTIN:

Dr. Mai Thi Nguyen-Kim, Quarks (WDR) & maiLab (YouTube)

Pause & Imbiss
13:30 - 14:30

A2_Diskussion
14:30 - 16:00
<span style="background: rgb(0, 111, 140); color:#fff; padding:2px 5px;">Das Feinstaub Desaster</span><br>In Kooperation mit der WPK<br> Malte Kreuzfeld (taz),<br> Jens Rehländer (VW-Stiftung),<br> Andreas Sentker (ZEIT),<br> Josef Zens (GFZ Potsdam),<br> n.n. (heute journal/Hart aber Fair),<br> Martin Schneider [Moderation]<br> <i>[Orga: Claudia Ruby]</i><br> <br><span style="color:#008592;">Focke-Wulf Saal</span><br>
Focke-Wulf Saal

Das Feinstaub Desaster

Focke-Wulf Saal

In Kooperation mit der WPK

(( es folgt beispielhafter Content aus https://www.wissenswerte-bremen.de > A2_Diskussion )) Die Abgas- und Stickstoffdioxid-Experimente an der RWTH Aachen wurden von der Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportwesen (EUGT) finanziert – einer Lobbyorganisation der Automobilhersteller. Der Fall ist nur ein Beispiel für unternehmensfinanzierte Forschung an Hochschulen: Jedes Jahr fließen 1,4 Milliarden Euro aus der Wirtschaft an die Hochschulen – rund ein Fünftel aller Drittmittel.

Instituts-Schenkungen, Stiftungsprofessuren, Forschungsaufträge – auf der einen Seite public private partnership (PPP), um teure Forschung finanzierbar zu machen. Auf der anderen Seite sehen Kritiker Einfallstore für Einflussnahme: Wie nah dürfen sich Wirtschaft und Hochschulen kommen? Wo und in welchem Maß findet hierzulande Forschungsfinanzierung durch Unternehmen statt? Wie transparent findet diese Auftragsforschung statt?

In welchem Maße bedrohen Mitspracherechte bei der Ernennung von Professoren oder bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen den freien akademischen Diskurs? Wem gehören die Forschungsergebnisse, die in staatlich finanzierten Labors entstehen? Wie stark leiden Disziplinen, die sich nicht unmittelbar ökonomisch verwerten lassen?

In dieser Session wollen wir der Frage nachgehen, wie wichtig Drittmittel für die Hochschulen wirklich sind: Ist die Auftragsforschung also eine Gefahr für die Freiheit der Forschung – oder notwendige Geldquelle bei knappen Budgets und Innovationfaktor? Oder werden die Effekte von PPP unterschätzt, bei denen Studierende in der anwendungsorientierten Forschung lernen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern können? Und: Wie ist der wissenschaftliche Stand zu conflicts of interests (CoI), welche Regularien sind sinnvoll, um Einflussnahmen zu vermeiden und die Finanzierten zu schützen?


REFERENT*INNEN
Christina Deckwirth
Campaignerin
LobbyControl, Berlin

Prof. Christian Kreiß
Finanzwissenschaftler
Hochschule Aalen und Autor Gekaufte Forschung: Wissenschaft im Dienst der Konzerne

Dr. Mathias Winde
Programmleiter Hochschulpolitik und -organisation
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Prof. Dr.-Ing. Hans-Werner Zoch
Geschäftsführender Direktor
Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (IWT) und Mitglied im Präsidium der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF)


MODERATION
Martin Schneider
SWR Fernsehen / Vorsitzender Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK)


KURZBIOGRAFIEN
Dr. Christina Deckwirth
Campaignerin, LobbyControl

Christina Deckwirth promovierte Politikwissenschaftlerin, hat in Marburg und York (Großbritannien) studiert. Seit Oktober 2011 arbeitet sie im Berliner Büro von LobbyControl. Zuvor hat sie u.a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Marburg und als Referentin für Handels- und Investitionspolitik bei der globalisierungskritischen Organisation „Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung“ (WEED e.V.) gearbeitet. Sie recherchiert und macht Kampagnenarbeit zu konkreten Lobbyeinflüssen, insbesondere zu Wohnungspolitik, Reichtum und Einfluss und dem Abgasskandal. Sie verantwortet außerdem die lobbykritischen Stadtführungen durch das Regierungsviertel.


Prof. Dr. Christian Kreiß
Professor für Finanzierung, Hochschule Aalen

Christian Kreiß studierte Volkswirtschaftslehre in München. Nach neun Jahren Berufstätigkeit als Banker in verschiedenen Geschäftsbanken, davon sieben Jahre im Investmentbanking, unterrichtet er seit 2002 als Professor an der Hochschule Aalen Finanzierung und Wirtschaftspolitik. Er wurde seit 2013 drei Mal als unabhängiger Experte in den Bundestag eingeladen, u.a. als einer von sieben Wissenschaftlern in den Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zum Thema „Wissenschaftliche Verantwortung“. 2015 erschien von ihm Gekaufte Forschung: Wissenschaft im Dienst der Konzerne (Europa Verlag). www.menschengerechtewirtschaft.de

A2_Diskussion
14:30 - 16:00
<p><span style="background: rgb(0, 111, 140); color:#fff; padding:2px 5px;">Das Feinstaub-Desaster - die Debatte um die Luftschadstoffe<br></span>In Kooperation mit der WPK</p><p>Veronika Hackenbroch (SPIEGEL)<br> Malte Kreutzfeldt (taz)<br> Prof. Martin Lohse (Leopoldina)<br> Wulf Schmiese (heute journal)<br> Andreas Sentker (ZEIT)<br> Claudia Ruby [Moderation]</p><p><span style="color:#008592;">Borgward Saal</span></p>

Die Luft, die wir heute hier in Bremen – und vielen anderen deutschen Städten – atmen, ist in den vergangenen Jahrzehnten sauberer geworden. Das ist die gute Nachricht. Die Schlechte: Der Gehalt an Stickoxiden und Feinstaub ist noch immer zu hoch – so hoch, dass er unsere Gesundheit gefährdet. Über diesen Punkt sind sich Wissenschaftler*innen einig – trotz allem Streit über Detailfragen. Anfang des Jahres schien dieser Konsens plötzlich infrage zu stehen. Der pensionierte Lungenfacharzt Professor Dieter Köhler verglich die Belastung an Hauptverkehrsstraßen mit der von Raucher*innen und kam zu dem Schluss: Alles halb so schlimm – Fahrverbote seien demnach völlig übertriebene Maßnahmen. Im Fokus standen vor allem die Stickoxide, aber auch die Feinstaubbelastung. Tagelang herrschte daraufhin Verwirrung: in der Öffentlichkeit, bei vielen Medien und vermutlich auch bei einigen Wissenschaftler*innen.

Wie konnte das geschehen? Wieso konnte Dieter Köhler, der selbst weder Experte für Luftschadstoffe noch Epidemiologe ist, so lange die Debatte dominieren? Warum haben weder Wissenschaft noch Medien ein Mittel gefunden, den falschen Thesen etwas entgegenzusetzen? Und wieso vergingen über drei Wochen, bis die Berliner taz schließlich feststellte, dass Köhler bei seiner Analyse mehrere Rechenfehler gemacht hat? Brauchen wir mehr Wissen über das Thema Grenzwerte und den Umgang mit Studien? Warum gibt es keine funktionierende Kooperation zwischen den Ressorts Nachrichten/Politik und Wissenschaft?

Journalist*innen kritisieren die Performance der Wissenschaft und monieren, dass keine Wissenschaftler*innen für Interviews zur Verfügung standen. Ein Kommunikationsversagen der Wissenschaft? Die Kommunikator*innen wiederum verweisen darauf, dass die Wissenschaft doch längst alle Fakten vorgelegt habe – etwa im Positionspapier der Gesellschaft für Pneumologie aus dem November 2018 – und fordern entsprechende Recherchen ein. Immer wieder prallen Geschwindigkeit und Arbeitsweise der beiden Systeme Wissenschaft und Journalismus aufeinander. Das Ergebnis: eine aus dem Ruder gelaufene Debatte und eine verunsicherte Öffentlichkeit. Wie lässt sich das in Zukunft verhindern?

Was können wir aus der Debatte für die Zukunft lernen – und gibt es Aspekte, bei denen Dieter Köhler sogar Recht hatte? Was sagt die Wissenschaft zum Thema Feinstaub und Stickoxide?

REFERENT*INNEN:


Dr. Veronika Hackenbroch, Wissenschaftsredakteurin, DER SPIEGEL/Vorstand WPK  


Malte Kreutzfeldt, Parlamentskorrespondent für Wirtschaft und Umwelt, taz


Prof. Dr. Martin Lohse, Pharmakologe und Vizepräsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina  


Dr. Wulf Schmiese, Redaktionsleiter, ZDF heute journal


Andreas Sentker, Ressortleiter Wissen, DIE ZEIT

MODERATION:


Claudia Ruby, Biologin und Wissenschaftsjournalistin/Vorstand WPK

A3_Diskussion
14:30 - 16:00
<p><span style="background: rgb(235, 146, 0); color:#fff; padding:2px 5px;">Datenjournalismus – Nische oder in der Mitte der Redaktion?</span></p><p>Gianna Grün (DW Data)<br>Hendrik Lehmann (Tagesspiegel)<br>Lorenz Matzat (AlgorithmWatch)<br>Stefanie Zenke (StZ/StN)<br>Christina Elmer (DER SPIEGEL) [Moderation]</p><p><span style="color: rgb(227, 106, 0);">Lloyd Saal</span></p><p><span style="color:#e36a00;"><br></span></p>

Der Datenjournalismus wurde bislang als Innovation gefeiert, viele Redaktionen haben Datenteams eingeführt. Jetzt sagen Kritiker*innen: Alles nur Hype – mehr als ein paar Journalistenpreise haben die Datenkolleg*innen nicht gewonnen. Wohin entwickelt sich der Datenjournalismus? Ist data driven journalism (DDJ) im journalistischen Alltag der Redaktionen angekommen oder bleibt er auf Dauer ein schmales spezialisiertes Segment? Datenjournalist und Unternehmer Lorenz Matzat (Lokaler) sieht wenig Anzeichen für eine Weiterentwicklung – weder thematisch noch konzeptionell: „Das Genre wird in seiner Nische bleiben, die hierzulande eher schrumpfen wird.“ Hat der Datenjournalismus seinen Zenit bereits überschritten?

Sascha Venohr, Head of Data Journalism bei ZEIT Online, widerspricht vehement: „Der Datenjournalismus ist aus dem Journalismus nicht mehr wegzudenken; die Grundlage für zukünftige Recherchen werden auch immer Daten sein. Und es gibt jeden Tag mehr Daten.“

Auch Vanessa Wormer, Head of Data & Digital Investigations bei der SZ, ist sich sicher:  „Die Datenjournalismus-Projekte, die im letzten Jahr entstanden, sind so vielfältig wie noch nie."

Die Session nimmt in den Blick, welche Rolle der Datenjournalismus tatsächlich im journalistischen Alltag einnimmt: Ist das Potenzial der „programmierten Recherche“ (Vanessa Wormer) bereits ausgeschöpft – oder wird es eher mehr Leuchtturmprojekte und Recherchespektakel mit hoher Sichtbarkeit geben? Treiben Datenjournalist*innen den digitalen Journalismus in den Redaktionen voran? Wie steht es mit dem erhofften Effekt auf die data literacy der Redaktionen, das heißt der Kompetenz mit Daten und Statistiken umzugehen zu können? Sollten sich die Datenteams stärker auf tagesaktuellen Journalismus konzentrieren? Und warum gelingt es eigentlich nicht, die Community hierzulande besser zu organisieren?

REFERENT*INNEN:


Gianna-Carina Grün, Leiterin Datenjournalismus, Deutsche Welle


Hendrik Lehmann, Leiter Tagesspiegel Innovation Lab


Lorenz Matzat, Co-Founder, AlgorithmWatch


Stefanie Zenke, Leiterin Multimedia-Reportage, Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten

MODERATION:


Christina Elmer, Geschäftsführende Redakteurin, Redaktionelle Entwicklung, DER SPIEGEL

A4_Workshop
14:30 - 16:00
<p><span style="background: rgb(173, 177, 16); color:#fff; padding:2px 5px;">Science Podcasts</span> </p><p>u.a. mit <br>Nele Heise (Hamburg)<br> Anja Krieger (Plastisphere)<br>Nicolas Wöhrl (Minkorrekt!)<br> Karl Urban [Moderation]</p><p><span style="color:#64992e;">Focke-Wulf Saal</span></p>

A4_Workshop
14:30 - 16:00
<p><span style="background: rgb(173, 177, 16); color:#fff; padding:2px 5px;">Science Podcasts</span> </p><p>Nele Heise (Hamburg)<br> Anja Krieger (Plastisphere)<br>Nicolas Wöhrl (Minkorrekt!)<br> Karl Urban [Moderation]</p><p><span style="color:#64992e;">Focke-Wulf Saal</span></p>

Seit einigen Jahren hat sich eine Podcasting-Szene entwickelt, die Audioformate zu Wissenschaftsthemen über das Netz verbreitet – oft unter dem Radar von etablierten Journalist*innen und Kommunikator*innen (wissenschaftspodcasts.de). Hörbuchportale wie Amazons Audible oder der Streamingdienst Spotify machen Podcasts aber zunehmend salonfähig. Verglichen mit den Produktionen professioneller Radiosender sind freie Podcasts zwar noch ein Nischenmarkt, aber ihre Reichweite steigt.

Dabei gehören speziell wissenschaftliche Themen zu den beliebtesten Podcasts. Diese Session legt den Fokus auf neue Wissenspodcast-Formate, die ausnahmslos über das Netz verbreitet werden: Podcaster*innen entwickeln eigene Formate, die an die Anfangszeit des Radios erinnern und bei Hörer*innen überraschend beliebt sind (stundenlange Gespräche); audio-ferne Medien wie das Magazin P.M. betreiben Podcasts, um neue Leserkreise anzusprechen; Freie Journalist*innen nutzen Podcasts, um fern von Senderkorsetts Neues auszuprobieren. Und es gibt zaghafte Versuche, auch Feature und Storytelling in Form von Podcasts weiterzuentwickeln.

Dabei sind viele Podcasts einfache Gespräche mit einem Gast. Dieser ist dann in seiner ganzen Persönlichkeit präsent, die in den üblichen journalistischen Formaten schnell verloren geht. Auch die Wissenschaftskommunikation hat diesen Trend erkannt: So setzen etwa Helmholtz (Resonator), Leibniz (Tonspur Wissen), Stifterverband (Forschergeist) oder Uni Innsbruck (Zeit für Wissenschaft) ihre Forscher*innen mit ihrer Stimme in Szene.

REFERENT*INNEN:


Nele Heise M.A., Freie Forscherin für digitale Medien & Kommunikation, Hamburg


Anja Krieger, Freie Journalistin (Deutschlandfunk, RiffReporter), Plastisphere Podcast, Berlin


Dr. Nicolas Wöhrl, Physiker (Universität Duisburg-Essen) und Podcaster (Methodisch inkorrekt!)

MODERATION:


Karl Urban, Freier Hörfunkjournalist und Podcaster (www.astrogeo.de), Tübingen

OPEN FORUM
14:30 - 16:00
<p>Presseworkshop Stiftung Gesundheit<br><span style="background: rgb(0,11,186); color:#fff; padding:2px 5px;">Der Arzt-Explorer: Hier sind die Daten!</span> </p><p>Dr. Peter Müller</p><p><span style="color:#000BBA;">Salon London</span></p>

Der Arzt-Explorer: Jeder Arzt, jeder Standort, jeder Therapieschwerpunkt.

Die Stiftung Gesundheit pflegt seit Jahrzehnten das Verzeichnis aller Ärzte, die Patienten versorgen: die Strukturdatenbank. Die meisten Krankenversicherer greifen kontinuierlich auf dieses Instrument zurück. Bundesbehörden und Unternehmen nutzen es für Forschung und Analysen.
 
In diesem Workshop stellen wir den von uns entwickelten Arzt-Explorer vor. Dieses Analyse-Tool ermöglicht differenzierte Auswertungen der ärztlichen Versorgung anhand von Tausenden Parametern auf Basis der Strukturdatenbank. Es generiert dynamische Karten, die die Versorgungslage sichtbar machen – von der Gesamtschau auf ganz Deutschland bis zum Zoom auf den Standort jedes einzelnen Arztes.

Wir laden Sie ein, mit uns einen Blick auf die Ärztelandschaft zu werfen, mitzumachen und eigene Suchanfragen live auf den Bildschirm zu bringen.

Pause
16:00 - 17:00

Meet the Experts an den Ständen des WISSENSCAMPUS
16:15 - 17:00
<br>

ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften (C20):  AUF DER DIGITALISIERUNGSWELLE SURFEN, STATT IN DER DATENFLUT ZU VERSINKEN MIT DATA SCIENCE WORKSHOPS
Experte: Konrad Förstner, Prof. für Informationskompetenz
Im Forschungsprozess entstehen immer größere Datenmengen – sogenannte Big Data –, die ausgewertet werden müssen. Damit die Forschenden dies bewältigen können, benötigen sie Data Literacy. Für ZB MED gehören daher Trainingsaktivitäten zum Aufbau dieser datenwissenschaftlichen Fähigkeiten zu den zentralen Aufgaben und wichtigen Services. Mehrere Mitarbeitende engagieren sich daher in der non-profit Organisation Carpentries und führen Software, Data oder Library Carpentry Workshops durch.  

Informationsdienst Wissenschaft e.V. (B 22): EXPERTENVERMITTLUNG IM IDW

Expert*innen: Christine Vörtler, Jürgen Steiner
Der idw bietet Journalisten zwei Instrumente zur Expertenvermittlung an:
idw-Expertenmakler
idw-Expertenlisten
Wir stellen Ihnen beide Instrumente vor und beantworten gerne Ihre Fragen.

TU Dortmund – Institut für Journalistik (C 06): REDAKTIONSKONFERENZ DER LEHRREDAKTION KURT
Experten: Prof. Holger Wormer, Paul Klammer
Die Studierenden des Studiengangs Wissenschaftsjournalismus berichten im Rahmen der crossmedialen Lehrredaktion KURT von der WISSENSWERTE. Auf einer öffentlichen Redaktionskonferenz beraten sie über die geplanten Themen, ihre Recherchen und die passende Umsetzung für verschiedene Medienkanäle. Teilnehmer*innen der WISSENSWERTE können die Redaktionskonferenz am Montag, 25.11., um 16.15 Uhr live am Stand des Lehrstuhls Wissenschaftsjournalismus/Institut für Journalistik der TU Dortmund verfolgen.

Wissenschaft im Dialog gGmbH (C 04):EINMISCHUNG ERWÜNSCHT – DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE DES WISSENSCHAFTSBAROMETERS 2019
Expert*innen: Markus Weiskopf, Dorothee Menhart
Sollen Wissenschaftler*innen sich politisch einmischen, wenn ihre Erkenntnisse von der Politik nicht ausreichend berücksichtigt werden? Laut Wissenschaftsbarometer 2019 beantwortet die Öffentlichkeit diese Frage eindeutig mit „Ja“ (75 Prozent).

Stiftung Gesundheit (C 12): ALLES, WAS ARZT IST: HIER SIND DIE DATEN!
Experte: Dr. Peter Müller
Treffen Sie die Insider aus der Stiftung Gesundheit. Sie möchten mehr über die Hintergründe der Strukturdatenbank erfahren, wollen sich den Arzt-Explorer näher anschauen und ausprobieren oder haben Fragen zur Entwicklung des Analyse-Tools? Dann besuchen Sie unseren Stand auf dem WISSENSCAMPUS!

SHARE TO CARE. Patientenzentrierte Versorgung GmbH (C 05): SHARED DECISION MAKING IN KLINIK UND PRAXIS

Expert*innen: Dr. Christian Weymayr, Lea Kruse
Shared Decision Making (SDM) trägt dem zunehmenden Wunsch der Patient*innen nach Information und Mitbestimmung Rechnung. Es kann helfen, das Arzt-Patienten-Gespräch offener, faktenbasierter und unter Berücksichtigung der verschiedenen Erfahrungen, Meinungen und Präferenzen zu führen.

OPEN FORUM
16:15 - 16:45
<p>Pressegespräch Leopoldina, Union, DFG</p><p><span style="background: rgb(0,11,186); color:#fff; padding:2px 5px;">Regulierung genomeditierter Pflanzen in der EU</span></p><p>Dr. Ralf Wilhelm (JKI)</p><p><span style="color:#000BBA;">Salon London</span></p>

Ankündigung der gemeinsamen Stellungnahme „Wege zu einer wissenschaftlich begründeten, differenzierten Regulierung genomeditierter Pflanzen in der EU“

REFERENT:
Dr. Ralf Wilhelm, Mitglied der Akademien-Arbeitsgruppe „Risikobeurteilung und Regulierung genomeditierter Pflanzen“ und Leiter des Instituts für die Sicherheit biotechnologischer Verfahren bei Pflanzen, Julius-Kühn-Institut, Quedlinburg

A5_Deep Dive
17:00 - 18:30
<p><span style="background: rgb(0, 111, 140); color:#fff; padding:2px 5px;">Wie wir das Artensterben verhindern können</span> <br><br> Prof. Katrin Böhning-Gaese (Senckenberg)<br> Jochen Hartmann (Landwirt)<br> Christiane Paulus (BMU)<br> Prof. Josef Settele (UFZ/IPES)<br> Katharina Jakob [Moderation]<br><br> <span style="color:#008592;">Borgward Saal</span></p>

Seit 1970 sind laut WWF die Wirbeltierbestände auf der Erde um 60 Prozent geschrumpft, weltweit sollen ein Drittel aller Insektenarten vom Aussterben bedroht sein, in Europa ist die Zahl der insektenfressenden Vögel signifikant gesunken – weltweit sind rund eine Million Arten vom Aussterben bedroht, schätzt der Weltbiodiversitätsrat der Vereinten Nationen (IPBES).

Das Insektensterben und nicht zuletzt das bayerische Volksbegehren, das von 1,75 Millionen Menschen unterzeichnet wurde, haben das Thema Artenschutz auf die politische Agenda gehoben. Wie groß ist der Artenschwund tatsächlich? Ist die Landwirtschaft daran schuld? Und was hilft?

Die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten in Deutschland sinkt dramatisch. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf das Ökosystem landwirtschaftlich genutzter Flächen und Lebensräume. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Die Zunahme bewirtschafteter Ackerbauflächen, die vorbeugende und flächendeckende Nutzung von Pflanzenschutzmitteln, Überdüngung und die sinkende Strukturvielfalt der Landschaft schaden der Biodiversität. Wie können Agrarlandschaften nachhaltig genutzt werden und gleichzeitig Lebensraum für eine große Artenvielfalt bieten? Wie sind die aktuellen politischen Lösungsansätze zu bewerten?

In dieser Session stehen zunächst die Ursachen des Artensterbens und der Handlungsbedarf aus wissenschaftlicher Sicht im Zentrum. Dann sollen konkrete Lösungsansätze wie ein bundesweites Monitoring und Anreizsysteme für mehr Blühstreifen, Brachflächen und Hecken diskutiert werden. Wie lassen sich konventionelle Landwirtschaft und Artenschutz versöhnen – und wie kann ein Umsteuern in der Agrarpolitik aussehen? Schließlich erörtern die Expert*innen die Chancen und Wege zur gesellschaftlichen und politischen Umsetzung.

REFERENT*INNEN:


Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, Direktorin Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum, Frankfurt (Main), Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft und Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina